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Fernseh-Tipp: Arte-Reportage über den Yukon

Fernseh-Tipp: Arte-Reportage über den Yukon

Nicht einmal ein Dutzend Menschen befahren den Yukon jedes Jahr bis zur Mündung in die Beringsee. Wir waren in diesem Jahr zwei der Glücklichen; der Journalist Dirk Rohrbach gehört ebenfalls zum erlauchten Kreis. Auf Arte und in der Mediathek gibt es jetzt eine neue fünfteilige Reise-Reportage zu sehen, die Rohrbachs 3200 Kilometer lange Yukon-Fahrt mit einem Birkenkanu zeigt.

Möglicherweise hat der ein oder andere von Euch Lust bekommen, sich die Arte-Reportage einmal anzusehen. Nach den ersten zwei Folgen müssen wir aber leider dazusagen: die Faszination des Yukon wird noch nicht richtig greifbar, zu beiläufig und pseudophilosophisch ist der Stil. Die Yukon-Tour wirkt eher wie ein Spaziergang und nicht wie eine Reise, die auch viele Gefahren und Herausforderungen birgt. Aber davon habt Ihr ja auch bei uns im Blog so manches gelesen. 😉 Ihr bekommt dennoch auf jeden Fall einen etwas besseren Eindruck von Yukon, Land und Leuten. Und vielleicht sind die drei verbleibenden Folgen dann dichter dran an diesem besonderen, großen Fluss.

FOTO: ZDF/ARTE

 
 

Weiterführender Link: Yukon-Reportage in der Arte-Mediathek

 
Goldrausch in Alaska: Eine Doku-Soap zum Mitfiebern

Gold!

Goldrausch in Alaska: Eine Doku-Soap zum Mitfiebern

Sie schürfen Gold in Alaska, so wie es schon Generationen getan haben. Sie trotzen widrigen Bedingungen, um an das zu kommen, was da im Erdreich seit Jahrtausenden schlummert. Es geht um die Goldschürfer am Yukon und um eine fabelhafte Fernsehserie auf DMAX. Selbst wenn Ihr diese noch nicht kennt, lohnt sich ein Seitenblick auf Dave, Todd, Parker, Tony und Partner. Denn „Goldrausch in Alaska“ ist nicht nur eine in unseren Augen spannend erzählte Reihe über eine Arbeit in den weiten Alaskas, die inzwischen ganz anders abläuft als zu Beginn des Goldrauschs am Yukon. Eigentlich ist es weniger als eine Mission, der die Mannen da nachgehen. Und doch läuft es am Ende nur auf die Anzahl an Unzen Gold heraus, die die Saison erbracht hat.

Darüber hinaus erzählt die Serie von einem Menschenschlag, der teilweise aus dem Nichts und finanzieller Not kommend völlig planlos an die Sache herangeht. In ihrer Hemdsärmeligkeit und ihrem grenzenlosen Idealismus erinnern die Protagonisten der Reihe dann trotz mittlerweile anderer technischer Möglichkeiten sehr an die ersten Männer und Frauen Ende des 19. Jahrhunderts am Klondike. Damals ließen sie ihr altes Leben hinter sich und fanden doch oft nur Erde oder sogar den Tod. Manche wurden aber auch unermesslich reich und schrieben Geschichte. Zumindest darüber, was die Faszination Gold mit Menschen machen kann. Das ist der Stoff, aus dem früher und heute Heldengeschichten geschrieben werden.

Reichtum, Ruhm und Nuggets

Im Kern geht es bei „Goldrausch in Alaska“ um mehrere Teams, die weitgehend unabhängig voneinander in den Weiten Alaskas nach Gold schürfen. Jeder auf seine Methode, jeder mit seinen Möglichkeiten, jeder mit Menschen im Team, die man wohlwollend Charaktere nennen würde. Motto: Jungspund gegen Alteingesessenen, Millionär gegen Mittellosen. Und all das gibt am Ende Dutzende Folgen und DVDs? Ja, mittlerweile ist die Serie bei Staffel fünf angekommen. Ist „Goldrausch in Alaska“ also doch nur eine moderne Soap? Vielleicht. Aber es ist auch ein spannender Einblick in die Region, die wir in Bälde bereisen werden.

Zum Erfolg trägt sicher bei, dass die Filmteams sehr nah an den Goldschürfern dran sind, dass sie alles filmen dürfen und auch alles filmen. Und das verwebt die Produktion dann so, dass ein Handlungsstrang fast immer an ein klassisches Drama erinnert.


Goldrausch in Alaska: Ein typischer Handlungsstrang in fünf Schritten

  1. Exposition: Die Goldschürfer werden vorgestellt, der bessere Bagger präsentiert, der neue Claim gezeigt, die zukünftigen Probleme wie zu wenig Wasser, Gold, Sand, Diesel oder Personal schon angedeutet. Teilweise entsteht zusätzliche Fallhöhe, indem auf die Erfolge der letzten Saison verwiesen wird.
  2. Komplikation: Die Situation verschärft sich: Spätestens nach einigen Tagen taucht ein Problem auf für die Helden: Der Kran kann die Teile nicht transportieren, ein Claim bringt zu wenig Ertrag, es gibt Zwist untereinander, die Pumpe liefert nicht genug Wasser zum Auswaschen der goldhaltigen Minerale.
  3. Peripetie: Die Handlung erreicht ihren Höhepunkt: Der Kran lässt ein schweres Teil fallen und gefährdet die Goldschürfer. Die Minenbehörde konfisziert den Claim. Ein Bagger oder die Goldwaschmaschine gibt endgültig den Geist auf.
  4. Retardation: Das hinhaltende Moment, um die Spannung aufrechtzuerhalten. Teilweise zeigt man einfach andere Helden, die gerade Erfolg haben und schneidet das gegen. Teilweise werden Niederlage einfach noch mal ausgekostet, die Goldschürfen diskutieren am Lagerfeuer ihre Probleme, traurige Musik, Debatten.
  5. Lysis: Im Drama kann es jetzt zur Katastrophe kommen, wie etwa der Tod Hamlets. Bei DMAX ist es aber meist die sogenannte Kartharsis. Ein seltenes Ersatzteil wird also doch noch rechtzeitig geliefert, der nächste Clean-Out bringt eine Rekordsumme, alle feiern den Erfolg und die überwundenen Schwierigkeiten. Und spätestens mit der nächsten Folge kann die Serie dann wieder bei der Komplikation bei den Goldschürfen anfangen. Denn dauerhafter Erfolg bringt bekanntlich weder Freunde noch Einschaltquoten.

Wer also nur komplexe tragische und tierschürfende Handlungsabläufe liebt, für den ist „Goldrausch in Alaska“ sicherlich eher nichts. Aber was man den Machern schwerlich absprechen kann, ist ein Händchen für gute erzählte Geschichten, selbst wenn man die Machart schnell durchschaut… Und ob man will oder nicht, das Gold-Yukon-Setting übt einfach bis heute eine Faszination aus.

Für uns ist es diese Mischung aus Wahnsinn, Erfolg, Scheitern, aus Natur, Abenteuer, Alaska, die aus der Serie ein echtes Drama macht, bei dem man als Zuschauer mitfiebert. Erst recht, wenn man ein Faible für große schwere kraftstrotzende Maschinen hat, die für alle unmöglichen und möglichen Aufgaben herangezogen werden. Und vielleicht haben wir ja am Ende am Yukon Glück und treffen in Dawson City einer der Gestalten, von denen „Goldrausch in Alaska“ seit fünf Staffeln erzählt.

FOTO: WIKIPEDIA CC ATTR. 2.0 GENERIC

 
 
 
Eine Bodensee-Umrundung mit unserem Grabner-Kajak

Traumhafte Paddeltour

Eine Bodensee-Umrundung mit unserem Grabner-Kajak

Ist so eine vieltägige Reise mit dem Kajak etwas für uns? Wir wollten im Herbst 2013 letzte Zweifel ausräumen und die Ausrüstung einem ersten Yukon-Test unterziehen. Deswegen haben wir mit unserem Grabner-Kajak den Bodensee umrundet. Und um es vorwegzunehmen: es war grandios. Wir wollen Euch zwischendurch diese Episode einiger traumhaft-sonniger Paddel-Tage nicht vorenthalten.

Reportage: Drei-Länder-Reise auf dem Bodensee

Sturm, Starkregen und Wellengang. Vor den möglichen Gefahren auf dem Bodensee haben uns viele gewarnt. Wir haben uns also gewappnet – Signalraketen, Warnblitzer und Rettungswesten sind am Mann. Und dann macht uns plötzlich etwas zu schaffen, was wir nicht erwartet hatten: Flaute, völlige Windstille.

Wir wollen mit unserem Grabner-Riverstar samt aufmontierter Trimaran-Beseglung den Bodensee umrunden, an drei Ländern und idyllischen Städten wie Bregenz, Lindau oder Konstanz vorbei. Mit Zelt und Ausrüstung in wasserdichten Packsäcken an Bord, und einer ordentlichen Portion Abenteuerlust.

Unser Startpunkt ist Friedrichshafen im Nordwesten, doch von Anfang an können wir wegen der Flaute nicht segeln. Also tauchen wir stattdessen unsere Paddel ein ums andere Mal in das kristallklare türkisfarbene Wasser. Während wir uns auf diese Weise eins ums andere Mal langsam in Richtung Tagesziel schieben und an Segelschiffen und Sportbooten vorbeifahren, nehmen die emporragenden majestätischen Alpen am Ostufer unseren Blick gefangen.

Als unsere Arme und Hände am späten Nachmittag schon etwas schmerzen, zeigen sich langsam die Umrisse Lindaus am Horizont. Die Luft flirrt noch vom heißen Spätsommertag, und wir laufen im Innenhafen ein. Links schaukeln die Jollen, rechts zeigt sich die pittoreske Altstadt. Alles ist gehüllt in warme Farben, die ein Postkartenfotograf kaum kitschiger hätte auftragen können. Wir gehen beim heimischen Kanuclub an Land, holen unser Boot aus dem Wasser und bauen unser Zelt auf. Es ist geschafft – und wir sind geschafft. Es gibt heiße Würstchen auf dem Campingkocher, die heute kaum besser schmecken könnten. 


Die Kanuvereine am Bodensee liegen sehr zentral und sind gastfreundlich. Hier gibt es immer eine warme Dusche und Menschen, die auch Nicht-Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite stehen. So lernen wir Urs aus dem schweizerischen Romanshorn kennen, der seine Kanuschüler beim Polo beobachtet und mit dem wir über den Bodensee philosophieren. Oder den Lebenskünstler Ralf, dessen Leben aus Luft und Liebe zu bestehen scheint.

Unsere Tage in diesem August folgen derweil einem Muster: Morgens Müsli und Dusche, das Gepäck sicher verstauen und dann wieder auf den Bodensee – immerhin der größte deutsche Binnensee. Tagsüber paddeln wir entspannt 20 bis 30 Kilometer und genießen das Wasser, während wir abends Land und Leute kennenlernen (oder früh schlafen gehen). So wie in Lindau, Bregenz, schließlich auch Konstanz im Westen, wo wir umhüllt von lauwarmer Seeluft die Altstadt besichtigen und dann an der Hafenpromenade sitzen, während um uns herum die Menschen mit Wein und Brot den Tag ausklingen lassen. 


Es gibt aber auch einige Herausforderungen: Etwa dann, wenn aus der Flaute ein böiger Wind wird, das Boot etwas Schräglage bekommt und wir, weit außen sitzend, über Stunden segelnd den Kurs halten. Oder dann, wenn wir bei Konstanz ein Stück in den schnellfließenden Rhein paddeln, während direkt hinter uns die großen Personenfähren ablegen. Bei schlechterer Sicht zu navigieren, an schwierigen Stellen anlegen und ablegen zu müssen oder mit dem Wellengang anderer Schiffe umzugehen gehört auch dazu. Die Sonne im Süden unterschätzen wir dafür nur ganz zu Anfang, als sich unsere Gesichtsfarbe der unseres signalroten Bootes bedenklich angenähert hat.

Und überhaupt, mit Seetauglichkeit, Abenteuerlust, etwas Geschick, beherzten Paddelschlägen und verlässlichen Wettervorhersagen lässt sich die Bodensee-Umrundung gut meistern. In der Erinnerung haben wir bis heute die einzigartigen Momente, die nach Fotoeinsatz des wasserdicht verpackten iPhones rufen. Wenn stolze Segelschiffe an uns vorüberziehen. Wenn wir am palmengesäumten Ufer der Blumeninsel Mainau vorbeipaddeln oder das historische Weltkulturerbe der Unteruhldinger Pfahlbauten von Wasser aus besichtigen, oder sich die Konstanzer Imperia-Statue bei der Einfahrt in den Hafen vor dem Sonnenuntergang abzeichnet. 


Nach vielen Kilometern und mancherlei kleineren Blessuren an Rücken, Händen und Armen nehmen wir nach einer Paddel-Woche und zwei Tagen Pause an Land schließlich wieder Kurs auf Friedrichshafen. Und während über uns ein Zeppelin seine Bahnen zieht, nähern wir uns dieser Stadt wieder auf magische Weise, wie es nur eine Reise auf dem Wasser erlaubt.

FOTOS: YUKON2015.DE (13), WIKIPEDIA COMMONS (1)

 

 

 

To explore priorities and our equipment, we made a great tour in autumn 2013 where we circumvented the Bodensee lake in southern Germany. The conditions were very welcoming and we had wonderful days on the water and in cities such as Lindau and Konstanz. Most important, our boat mastered all challenges. And we, we have been overwhelmed with emotion by such a great lake tour. Summary: Yukon, here we come…


 
Die boot 2015 in Düsseldorf: Eine kleine Messe-Nachlese

Die boot 2015 in Düsseldorf: Eine kleine Messe-Nachlese

Was ist der Anlaufpunkt schlechthin für den Wassersport in Deutschland? Natürlich die „boot“ in Düsseldorf. Vergangenes Wochenende haben wir uns dort acht Stunden lang umgesehen. Angesichts der 17 Hallen und 1.741 Aussteller war es kein leichtes Unterfangen, dort für unsere Yukon-Tour an alle richtigen Ansprechpartner und Informationen zu kommen. Hier einige spannende Schnipsel als Messe-Nachlese, womit wir uns beschäftigt und wen wir getroffen haben.

Gelbe Schwimmleinen

Eine Schwimmleine ist eine Leine, die schwimmt. Soweit nicht überraschend. Wir sind aber überzeugt, dass wir mit jeweils 15 Metern längere Leinen als unsere bisherigen brauchen, um unser Boot bei schwierigeren Bedingungen festmachen zu können. Beispielsweise dann, wenn der nächste Baum oder Stein weit weg ist. Falls wir kentern sollten, können wir die Schwimmleinen außerdem besser greifen und das Boot ans Ufer ziehen.

Mit Holzboot über den Yukon

Im vergangenen Jahr haben wir sie kennengelernt, jetzt waren sie erneut da: Manfred Schröter und Joachim Kreuzer. Die beiden haben mit ihrem „New Historical Adventure“ ein Wahnsinns-Abenteuer hinter sich: Sie sind mit einem selbstkonstruierten Holzboot und in Pelzhändler-Kluft über den Yukon gefahren (wir haben im April schon einmal darüber geschrieben). Es war toll, die beiden wiederzutreffen. Und nebenbei haben wir uns über viele praktische Dinge ausgetauscht.

Außerdem haben wir die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen, das Aufnahmegerät zu zücken und mit den beiden ein Gespräch zu führen. Über ihre Erlebnisse, die Höhepunkte der Tour und vieles mehr. Hört mal rein – und entschuldigt die optimierbare Tonqualität, die Messehalle war voll und laut. 🙂

Survival-Kit

Dass wir unser Satellitengerät Inreach Explorer immer am Mann und in der Rettungsweste haben wollen, ist sowieso klar. Nun haben wir unseren Plan noch erweitert: In den großen Taschen unserer Palm Kaikoura-Westen sollte auch immer ein Kit zum Entzünden eines Lagerfeuers sein. Denn wenn wir wirklich einmal ausgekühlt sein sollten, ist schnelle Wärme wünschenswert und notwendig. Darüber hinaus wollen wir eine kleine wasserdichte Kiste mit dem Notwendigsten packen. So haben wir im Fall der Fälle zumindest den Reisepass mit dem hart erkämpften Visum, die Flugtickets und ähnliches bei uns.

Titan-Töpfe

Wegen der durchschnittlichen Beladungsmöglichkeit unseres Grabner Riverstar versuchen wir, an jeder Ecke an Gewicht zu sparen. Gusseiserne Töpfe schieden deswegen von vornhinein aus. Und da Aluminium alzheimerauslösend sein soll, wollten wir damit bei so vielen Kochvorgängen auch nicht in die Wertung gehen. Am Ende blieben Titan-Töpfe übrig, die wir schließlich nicht auf der Messe, sondern bei Amazon gekauft haben. Der 5,8-Liter-Topf von Evernew kostet schlanke 160 Euro plus 30 Euro Zollgebühren, hat uns aber überzeugt. Vom Lagerfeuer-Test haben wir direkt ein kurzes Video gemacht. PS: Der Topf muss immer von Flammen umgeben sein, sonst wartet man sich einen Wolf…

Action-Kameras

Dass wir unsere Yukon-Tour angemessen dokumentieren wollen, dürftet Ihr anhand der Existenz dieses Blogs bemerkt haben. Auf der boot waren nun mehrere Action-Cam-Hersteller vertreten, darunter GoPro und Rollei. Insgesamt waren wir von der Halle mit der „Water Pixel World“ aber enttäuscht, da sie auf wenige Stände beschränkt war. Inhaltlich überzeugt hat uns GoPro, die mit ihrer aktuellen Cam-Version Hero 4 vor Ort waren. Full HD, tolle Bilder, wasserdicht, Floater, verschiedene Befestigungssysteme und eine hervorragende Beratung. Am Ende wird es jetzt aber wohl doch eine andere Action-Cam werden, dazu bald mehr.

Ausrüstung für Regen

Natürlich haben wir auch beim Essener Bootsspezialisten Zölzer vorbeigeschaut. Immerhin sind deren Mannen in diesen Tagen dabei, uns Persenning und Spritzschutzdecken für unser Grabner-Boot hoffentlich liebevoll anzufertigen. Wir haben auch gleich noch Hallo gesagt zu Firmengründer Heinz Zölzer. Außerdem haben wir dort unter anderem Neopren-Handschuhe sowie quietschbunte Südwester für stark anhaltenden Regen gekauft. Erfreuliche Bilanz: die Ausrüstung komplettiert sich so langsam.

+++ Unser Messe-Fazit der boot 2015 +++

Zahlen des Tages:

11.234 gemachte Schritte auf dem Messegelände (laut iPhone-Messung). 10,36 Euro für Haribo-Frösche, süße Himbeeren und Schokoladenstückchen. 1 leckeren Kaffee am Stand von Manfred und Joachim.

Fehler des Tages:

Wie schon im Vorjahr kaum etwas zu essen und zu trinken eingepackt zu haben. Und dann vor lauter interessanten Gesprächen wieder völlig zu dehydrieren. Danke an die Raststätte bei Köln für die nächtliche Aufpäppelung…

Offene Frage des Tages:

Wieso bezahlt man satte 20 Euro Eintritt für eine Messe, bei der es vor allem um den Verkauf von Produkten geht?

Beantwortete offene Frage des Tages:

Weil man nirgendwo sonst auf so engem Raum eine so unfassbare Vielzahl an Informationen, Ausrüstungsteilen und Ansprechpartnern findet.

FOTOS: YUKON2015.DE (1), BOOT DÜSSELDORF (1)

 

 

 

Last week, we paid a visit to the world’s largest boat trade fair based in Duesseldorf. We had numerous aspects on our To-do lists such as fish hooks, neoprene gloves, swimming boat ropes, rain gear and action cams. The day at the „boot“ was a full success as there is probably no place one earth where you can find so many exhibitors and so many different water sports related topics. We bought some pieces of equipment and also stopped by on this day at some shops and spoke to people we already know. You can find the website of the boot trade fair here, if you like.


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    Transportkoffer in unserem Kajak…

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    … die extrem stabil, aber auch schwer sind.

  • yukon2015blog_20140519_baeren_peli3

    Passen sie vielleicht so am besten hinein?

  • yukon2015blog_20140519_baeren_peli4

    Oder doch eher so?

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    Unser Maskottchen hält Wache.

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    Und wir würden eigentlich gerne gleich losfahren.

Wegen der Bären nach Berlin

Wir sind frühmorgens bis nach Berlin gefahren, und das nur wegen der Bären. Diese grimmig dreinblickenden Wappentiere der Hauptstadt haben wir dabei links liegen lassen, denn wir wollen uns am Yukon für die echten Bären dieser Welt wappnen. Dummerweise können die Grizzlys sehr gut riechen und schauen dann gerne mal neugierig am Zelt vorbei. Und da auf unserer Tour nur Bären in der Ferne gute Bären sind, wollen wir dieser Devise mithilfe von geruchsdichten Transportkoffern lieber Nachdruck verleihen.

Unsere quaderförmigen Lebensversicherungen kommen von der Firma Peli, und in Berlin gibt es einen Laden für diese Kisten. Die speziellen Boxen kann man sogar mit dem Land Rover überfahren, in Wüstensand einbuddeln oder mit ihnen schwimmen gehen. Alle drei Dinge stehen zwar nicht gerade weit oben auf unserer Tagesordnung, aber die vielen Expeditionswochen werden schon so manchen Stresstest mit sich bringen.

Also haben wir an dem Tag einfach mal unser Sechs-Meter-Kajak neben dem Laden aufgebaut. Und so akribisch herumgepuzzelt, dass auch Verkäuferin Claudia gut zu tun hatte. Denn die Transportkoffer gibt es in groß, klein, flach, dick, hoch und tief. Aber welche sind die richtigen, wie passen sie am besten ins Boot zwischen die Sitze, wie können wir sie befestigen – und was von der Ausrüstung kann wo hinein? Damit kann man sich eine Weile beschäftigen.

Nach drei Stunden hatten wir einen Plan mit insgesamt sieben Boxen, und den werden wir jetzt verfeinern und im Herbst auf einer Tour ausprobieren. Doch wir freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr, wenn wir mit unserem kleinen Containerschiff den Yukon entlang schippern – und dabei sicher so manche Blicke auf uns ziehen werden. Es müssen ja nicht gerade die eines Bären sein.

ALLE FOTOS: YUKON2015.DE
 

Auf dem Yukon wie Walter

Wir kennen zwei Menschen, die den Yukon bis zur Beringsee durchpaddelt haben: Walter Steinberg und seine Frau Siglinde Fischer. Wir hatten das Glück, sie im November bei einem Vortrag zu treffen. Das hat uns ebenso inspiriert für unsere 3000-Kilometer-Tour wie das hier eingebettete kleine Video. Was wir hingegen nicht unbedingt nachmachen müssen: wie die beiden gleich ein zweites Mal den Yukon durchpaddeln. Aber mal schauen, was wir nach unserer Reise sagen werden…

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